Geh zur Ruh‘
Eine Performance in Anwendungen

Alles fließt. Der Körper wird von Wasser umschlossen, weicht ein, wellt sich. Die Glieder schweben im Wasser, sind leicht, entspannen sich. Ich treibe dahin, bis ich selbst flüssig werde.

Müde bist du? Herzliche Einladung zum Fest auf Erschöpfungen. Deine, meine, die des deutschen Gesundheitssystems und ausgeleierter Utopien der vergangenen Jahrzehnte. 
Dort, wo für Erschöpfte bis zur Mitte der 1990er Jahre noch staatliche Vorsorge geleistet wurde, Fuss- und Sonnenbäder, Waldspaziergänge, Heilwasser, Heuwickel und Theater auf Rezept, finden sich heute kommerzielle Thermenland-schaften und Rehakliniken. Die Kur ist abgeschafft. An ihre Stelle ist die Erschöpfung getreten. Wie können wir ihr begegnen? Welche Praktiken können wir gemeinsam erlernen, um der Kraft nicht hinterherzulaufen, sondern eine Vorsorgepraxis zu etablieren? «Geh zur Ruh’» ist ein Theaterabend der Pause und der Revolution, zwischen im Bett bleiben und heilender Demonstration.

Müde bin ich. Das ist okay. Leg dich hin und ruh dich aus. Ich lecke deine Wunden. Ich gips dich ein. Ich hör dir zu. Ich bau dir eine Höhle. Da legen wir uns rein. 
Da wollen wir ausruhen.

Geh zur Ruh' 1


Premiere:
12.04.2024 Theater im Depot Dortmund

Weitere Vorstellungen:

13.04.2024 Theater im Depot Dortmund
15.05.2024 Theater HochX München
16.05.2024 Theater HochX München
21.09.2024 Theater im Park Bad Oeynhausen

Geh zur Ruh' 2

Künstlerische Leitung & Performance: äöü (Patricia Bechtold & Johannes Karl)

Bühne & Kostüm: Sofia Falsone

Text: Sina Ahlers

Dramaturgie: Franziska Schneeberger

Sound & Digitales: Matthias Erian

Lichtdesign & Technik: Simon Lenzen

Produktionsleitung: Carina Graf

«Geh zur Ruh’» ist eine Produktion von äöü (Patricia Bechtold / Johannes Karl) GbR in Koproduktion mit dem Theater im Depot Dortmund und dem HochX Theater und Live Art München und in Kooperation mit den Rottstr5-Kunsthallen Bochum. Gefördert durch das Landesbüro Freie Darstellende Künste NRW, das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, die LWL-Kulturstiftung, das Kulturbüro der Stadt Dortmund und das Kulturamt der Stadt Bochum. Mit freundlicher Unterstützung von Christian Barnbeck, Projekt-Referent Gesundheit der Staatsbad Bad Oeynhausen GmbH, und der agora – Gesellschaft für Literatur, Kunst und Kultur e.V. Bad Oeynhausen.